Fragen und Antworten

 "Netzwerk-Funkgeräte" sehen oft...

"Netzwerk-Funkgeräte" sehen oft wie "echte Funkgeräte" aus, sind aber oft keine. 

Will bedeuten.

Optisch z.B. wie ein typisches Betriebsfunk Handfunk- oder Mobilgerät, aber genau genommen eher ein Smartphone mit Funkgeräte Optik.

Die Kommunikation erfolgt über GSM/3G/4G oder kommende Mobilfunksysteme. Diese Technik ist (in Deutschland) recht neu und unterscheidet sich erheblich von typischen Funkgeräten. Es werden also pro Gerät SIM Karten und entsprechende Datenverträge zusätzlich benötigt.

Die Grundidee

Netzwerk-Funkgeräte - auch POC Two Way Radios genannt - funken über ein Mobilfunknetz oder über ein WLAN-Netz. Anders, als bei einem Telefongespräch können mehrere Teilnehmer gleichzeitig eine Aussendung empfangen. Mit Wechselsprechen - wie bei "echten Funkgeräten"

Vor- und Nachteile im Vergleich

Reichweiten 

  • Betriebsfunkgeräte ca. 5-30 Km sind typisch
  • Hat ein POC eine aktive Internetverbindung, so ist eine weltweite Verbindung zu einem anderen POC Gerät mit Internet Verbindung möglich.


Anschaffungskosten

Ungefähr gleich, wobei digitale Betriebsfunkgeräte deutlich teuerer sein können.

Folgekosten

Während bei Betriebsfunkgeräten mit Wartungskosten und ggf. mit Kosten für Antennenstandorten gerechnet werden muß, benötigen POC-Funkgeräte wie Smartphones eine SIM-Karte. Datenvolumen pro monatlich ca. 200MB bis 1 GB und mehr sind grobe Richtwerte. Der tatsächliche Datenverbrauch hängt von der Nutzung ab. Es entstehen also Folgekosten vergleichbar zu Smartphones mit Internetnutzung.

Zusätzlich zu diesen Kosten können weitere Kosten für die Nutzung einer notwendigen App (System) entstehen. Dazu weiter unten mehr!

Anzahl der Funkteilnehmer in einen Funkverkehrskreis

Bei herkömmlichen Funkgeräten unbegrenzt. Bei POC abhängig vom System.

Klangqualitäten

Netzwerk-Funkgeräte erreichen in vielen Fällen eine sehr gute Klangqualität - unabhängig von den Entfernungen. Je nach Signalstärken zwiswchen den POC und den Mobilfunkmasten kann es aber gelegentlich zu Aussetzern kommen.

Je besser das Mobilfunknetz, desto besser die Funkverbindung. LTE bietet sehr gute Ergebnisse. UMTS auch, GSM bzw. EDGE reichen oft nicht aus.

Wer darf was?

anders als bei "echten Funkgeräten", gibt es keine typischen Genehmigungen, wie z.B. eine Amateurfunkgenehmigung. Man muss auch keine Prüfung vorweisen.

Damit sind Netzwerkfunkgeräte vergleichbar zu Hobbyfunkgeräten. Aber!

Damit eine Kommunikation zwischen zwei oder mehr POC überhaupt funktioniert, muß eine entsprechende App auf dem Funkgerät installiert werden! Z.B. Zello oder Real PTT.

Die Betreiber der App geben zum Teil vor, wer was darf und ob ggf. zusätzliche Kosten entstehen können.

Während z.B. Zello neben einer gebührenpflichtigen Version auch eine gebührenfreie Version anbietet, verlangen andere Anbieter ggf. heftige Gebühren. Hier muß der Anwender prüfen, welches System er installieren und nutzen möchte. Zum Starten empfehle ich Zello.

System? Und funktioniert eine direkte Kommunikation zwischen zwei oder mehr Netzwerk Funkgeräten?

  • Wie gesagt, neben einer SIM Karte wird auch eine entsprechte "Walkie Talkie App" benötigt. Über diese App läuft der ganze Datenverkehr.
  • Je nach App entweder gebührenfrei oder gebührenpflichtig
  • Die Leistungsumfänge sind je nach Anbieter / App unterschiedlich und der Anwender sollte hier prüfen und ggf. probieren, welche App die für ihn die beste App ist.
  • Netzwerkfunkgeräte benötigen (wenn nicht ausdrücklich beim jeweiligen Produkt anderes angegeben) eine aktive Internetverbindung und eine entsprechende App nebst richtiger Installation.
  • Jede Kommunikation läuft über die Apps und NICHT direkt zwischen zwei oder mehr Funkteilnehmern.
  • Bei Verwendung von Smartphones, die einen mobilen Hotspot stellen können, benötigen einige POC Funkgeräte keine eigene SIM Karte

Abhörsicherheit

Mal abgesehen, wie "abhörsicher" das Internet ist, (...) ist eine solche Kommunikation sehr sicher. Je nach App und Einstellungen können Unbefugte Teilnehmer / Zuhörer komplett aussen vor gelassen werden. Vergleichbar zu Telefongesprächen.

Nachteile zu "echten Funkgeräten" ?

Gibt es. Kein Netz keine Kommunikation.

Und wenn das Netz einmal sehr schwache Signale bietet, dann kann es zu Aussetzern - vergleichbar zu einer kaputten CD - kommen.

Ausgehend von aktuellen Datentarifen (Stand Erstellung dieser Info) muß man mit Folgekosten von jährlich ca. 50-60 Euro min. ausgehen. Pro Gerät! (ich denke da an die alten CB-Funkzeiten mit monatlich 15,- DM pro Heimstation... Lang lang ist´s her.)

Mal ausprobieren?

www.zello.com